Lutherische Stadtkirche

Die Lutherische Stadtkirche ist Zentrum einer traditionsreichen Gemeinde. Gleichzeitig ist sie ein Baujuwel, dessen Wurzeln weit vor die Zeit zurück reichen, da sie Sitz einer evangelischen Gemeinde geworden ist.
Die Geschichte dieser Kirche beginnt 1582/83 mit der Grundsteinlegung und Weihe der Klosterkirche St. Maria Königin der Engel. Erzherzogin Elisabeth, verwitwete Königin von Frankreich, gründet das Klarissen-Kloster auf einem Areal, das Sie noch heute umrunden können. Auch nach dem Tod der Stifterin 1592 bleiben Kloster und Kirche unter besonderem Schutz der Habsburger und die Kirche wird noch von Maria Theresia gerne zu besonderen Festtagen aufgesucht.
1781 machen Klosteraufhebungen und Toleranzedikt unter Joseph II. der Evangelischen Gemeinde A. B. den Weg zum Kauf der Kirche frei. Am 1. Adventsonntag 1783 wird der erste evangelische Gottesdienst in der Lutherischen Stadtkirche gefeiert.
Ehrbarsaal

Im Jahr 1876 wurde der Ehrbar Saal vom Klavierfabrikanten Friedrich Ehrbar in der Mühlgasse 30 an der Stelle eines alten, zu klein gewordenen Saales erbaut. Architekt Julius Schrittwieser orientierte sich am Baustil der italienischen Hochrenaissance. Schnell wurde der akustisch ideale Aufführungsort im Herzen von Wieden zu einem musikalischen Zentrum der Stadt. In diesem Saal haben Johannes Brahms, Anton Bruckner, Max Reger, Gustav Mahler und viele mehr, wiederholt gewirkt.
Während des ersten und zweiten Weltkrieges wurde der Saal als Vorratsraum benützt und diente anschließend als Fabrikslokal und Magazin. Danach wurde er in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt. Die unscheinbaren Übertünchungen wurden entfernt und die historisch wertvollen Stuckvergoldungen wieder freigelegt. Im November 1946 wurde der Ehrbar Saal mit einem Festkonzert der Wiener Philharmoniker wieder eröffnet.
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